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Jetzt bin ich seit einem guten halben Jahr hier in Mühlhofe und es gefällt mir richtig gut hier. Herrchen meinte, ich müsste neben den Spaziergängen auch richtig gefordert werden; also kaufte er Klappräder, um mich ans Laufen zu bringen. Aber ich bin ja clever – nach einigen Metern blieb ich einfach stehen und wartete auf Frauchen und Herrchen. Auf dem Rückweg zum Auto mussten sie ja bei mir vorbeikommen...(das brachte mir den Beinamen „fauler Sack“ ein)!

Ende August zog dann Aisha bei uns ein – so ein ziemlich freches, gerade mal 5 Monate altes Doggenmädchen! Und die brachte mich ans Laufen! Inzwischen habe ich sogar richtig Spaß am herumtoben! Sie nimmt sich mir gegenüber zwar einiges heraus (Knochen und Futter klauen usw.), aber bei meiner angeborenen Gutmütigkeit verzeih ich ihr immer wieder – manchmal greift auch Herrchen ein, wenn sie es übertreibt. So richtig schön ist unser morgendliches Schmusen.

Nicht nur Herrchen und Frauchen, auch andere Leute, die mich kennen sagen mir immer wieder, wie toll ich mich gemacht hätte – ich hätte ein tolle Figur bekommen - so richtig Muskeln usw. Aber meine rd. 80 kg haben sich nicht verändert!.

Inzwischen gehe ich auch gut bei Fuß. Sitz und Platz klappt eigentlich auch, nur wenn der Boden zu hart ist, mag ich mich nicht setzen. Herrchen bezeichnet mich auch als kleinen Philosophen, da ich vor dem Platz machen, immer die Stirn in Denkerfalten lege (schließlich muss ich ja nachdenken, was mit Platz gemeint und ob das gerade sinnvoll ist, dann ist der Weg zum Hinterteil für die Ausführung des Befehls ziemlich weit, wenn ich dann sitze, muss ich wieder nachdenken, dass da noch was ist – bis ich liege dauert es also eine ganze Weile). Aber was tut man nicht alles für Leckerchen!

Natürlich kommt auch der Spaß nicht zu kurz. Wenn Herrchen am Computer sitzt und irgendwas macht gehe ich zu ihm und lege meinen Kopf auf seine Hand, die gerade mit der Maus hantiert oder auf die Tastatur, wenn er etwas schreibt. Ich gebe dann nicht nach, bis er mich streichelt und krault. Besonders gut wirkt es, wenn ich gerade gefressen oder getrunken habe. Obwohl ich auf Grund meines guten Benehmens mir vorher an seinem Hemdsärmel das Maul abwische, muß er jedesmal Tastatur, Maus und Schreibtisch reinigen. Den Sinn der Wörter, die er dabei von sich gibt, verstehe ich nicht, da ich sie noch in keinem Lexikon finden konnte.

Das ist alles für heute, bald erzähle ich weiter von mir!

 

Ricco - Tagebuch 1107