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Das Thema Erziehung zeigt am deutlichsten die Ungerechtigkeit dieser Welt auf. Immer ist gemeint, daß die Menschen die Hunde erziehen und nicht umgekehrt (Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel)! Wie bei der Ernährung gibt es auch hier eine Unmenge von Fachleuten (Hundeschule bringt beim Googeln 1,2 Mio Ergebnisse); jetzt erkläre mal einer, wie man da die vernünftigen und guten finden will.

Herrchen und Frauchen sind der Meinung, es sei ausreichend, wenn wir so weit erzogen sind, daß wir uns in dieser Gesellschaft bewegen können, ohne anzuecken (warum lernen das nicht auch die Menschen?).

Kommentar von Erlkönig:
Da ich gelernt habe, daß Diskussionen sinnlos sind, gebe ich eben (als der Klügere) nach. Aber nur in kleinen Schritten. Schließlich bin ich ein fast erwachsener Rüde! Und was rauskommt, wenn man bei Frauen zu schnell klein beigibt, sehe ich an Herrchen!
Mit meiner Erziehung haben Herrchen und Frauchen kleine Probleme (behaupten sie jedenfalls), da ich manchmal stur und dickköpfig sei. Bin ich aber gar nicht, ich sehe nur manchmal nicht ein, warum ich irgendwas (z.B. Sitz oder Platz) machen soll, wenn ich gerade was anderes wichtiges vorhabe. Ab und zu tue ich denen den Gefallen und gehorche, dann freuen die sich wie die Schneekönige und ich bekomme Leckerchen - hat also jeder was davon.
Hauptsächlich Frauchen übt mit mir auf dem Hundeplatz. Das macht mir die Sache etwas leichter, weil ich sehe, daß es auch anderen Hunden nicht besser ergeht. Trotzdem ist dieses ewige Sitz, Platz, Bei Fuß, Bleib usw. ganz schön nervig. An Quälerei grenzt es, wenn neben mir Hündinnen üben, da wüsste ich wirklich was Besseres! Das Lob und die Leckerlies, wenn ich was richtig mache, sind nur ein unvollkommener Ersatz.
Herrchen übt nicht so viel mit mir. Trotzdem gehorche ich bei ihm besser als bei Frauchen. Erstens hat ein Anschiß von ihm eine ganz andere Qualität als von Frauchen und zweitens müssen wir Männer doch zusammenhalten. Aber hartnäckig ist er auch, er gibt nicht eher Ruhe, bis ich gemacht habe, was er will (wieder Thema sinnlose Diskussion). Wenn wir z. B. im Biergarten sind und er sagt "Sitz", setze ich mich bevorzugt auf seinen Schoß - so hat er seinen Willen und ich kann immer noch alles beobachten (warum sich die anderen Leute darüber amüsieren, ist mir noch nicht so ganz klar).
Beide wollen mich mindestens so weit erziehen, daß ich die BH (nicht das weibliche Kleidungsstück sondern die Begleithundprüfung) ablege. Sie meinten, es könne hilfreich sein wenn´s mal Ärger wegen mir (???) geben sollte.

Kommenar von Aisha:
So langsam bekomme ich Herrchen leinenführig (wie er das nennt). Leider ist er noch nicht so weit, dass wir an der Leine und bei Fuss gehen können, ohne dass diese fast ständig auf Zug ist. Ich denke mal, das hängt mit nachlassender Gedächtnisleistung wegen seines Alters (evtl. beginnende Demenz) zusammen. Auf jeden Fall muss er sich alle paar Meter wieder "langsam" oder "Fuss" sagen, weil er offensichtlich schnell vergißt, welche Übung ich gerade mit ihm mache.
Recht gut klappt inzwischen die Sache mit den Leckerlies.  Ich laufe zu ihm, wenn er mich ruft, setze mich vor ihn und schon holt er was Gutes aus der Tasche und gibt es mir. Das vergißt er nur sehr selten.

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