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Jetzt bin ich also seit 3 Monaten in meinem neuen Heim und es gefällt mir ausgesprochen gut. Inzwischen bin ich 73cm groß und wiege 48kg. Herrchen habe ich gut in den Griff bekommen, bei Frauchen war es schon etwas schwieriger – aber es wird!


Ricco ist ein ganz toller Kumpel. Ich schau immer, was er in verschiedenen Situationen macht und entscheide mich dann, ob ich mich genau so verhalte (meistens) oder auch nicht. Es macht richtig Spaß, mit ihm im Wald herum zu toben, allerdings lässt seine Kondition noch etwas zu wünschen übrig, aber es hat sich deutlich gebessert! Und ich kann mit ihm machen, was ich will! Wenn ich z. B. seinen Knochen haben will (aus seinem Maul natürlich, während er darauf herumkaut), gibt er den ohne größere Widerstände her. Dann lege ich mich damit irgendwo hin und wenn er in die Nähe kommt, knurre ich ein wenig und er verzieht sich wieder! Manchmal holt er dann Herrchen zur Hilfe und ich muss seinen Knochen wieder herausrücken -. aber nur, bis sich Herrchen umgedreht hat...

Was mir nicht so gut gefällt, ist das Gehen an der Leine. Kommt zwar selten vor, ist dann aber besonders lästig – diese ständige Meckerei, ich solle nicht so ziehen! Aber dazu näheres beim Thema Allgemeines - Erziehung.

Überhaupt ist das mit dem Gehorchen so eine Sache – manchmal werde ich gerufen, wenn ich gerade was besonders interessantes entdeckt habe! Und es wird erwartet, dass ich möglichst sofort komme! Aber „sofort“ ist ein dehnbarer Begriff, wenn ich im Wald einer Spur nachgehe. Wenn ich dann doch irgendwann komme, gibt es einen Anschiss, da meine Menschen nicht wissen, dass das gelegentliche Nichthören krankheitsbedingt ist (temporäre Taubheitsanfälle, die wieder verschwinden, wenn das Geräusch der Kühlschranktür oder der Leckerlietüte ertönt).

Natürlich habe ich auch besonders mit Herrchen viel Spaß! Lustig ist es, wenn er in die Nähe kommt und ich mich dann blitzschnell auf meinen Platz verziehe, klein mache und nur aus den Augenwinkeln zu ihm schaue. Er meint dann immer, ich habe etwas angestellt und sucht, was es wohl gewesen sei. Natürlich findet er nichts, da ich vorher vor mich hingedöst habe. Ich muß mich ganz schön zurückhalten, um nicht laut herauszulachen.

Sehr wirkungsvoll ist auch, wenn er am Computer sitzt und ich mich anschleiche, um dann ohne Vorwarnung mit den Vorderpfoten auf seine Schultern zu steigen und ihm über sein Gesicht zu lecken. Sein Bürostuhl hat Rollen und entsprechend fällt ihm nicht nur die Brille von der Nase, sondern er rollt auch von seinem Platz weg. Warum er dabei manchmal Probleme hat, das Gleichgewicht zu behalten, ist mir noch nicht so ganz klar, auch nicht, was die Worte bedeuten, die er dann von sich gibt.

Das wars erst mal, bald kommt wieder was Neues!

 

Aisha - Tagebuch 1107